Sa. Feb 24th, 2024

Am gestrigen Abend stand für die Erste das Auswärtsspiel in Kaulsdorf bei Eintracht Berlin, einer Mannschaft aus dem Mittelfeld der Tabelle, an, die immer einmal wieder auch einer Truppe „von oben“ Punkte abgeluchst hatte. Insofern war Vorsicht geboten, auch weil wieder mit einer langen Anfahrt zu rechnen war. Johannes – zurück aus dem Urlaub – beging sein Rückrundendebüt! Wir Restlichen sind und waren extrem glücklich, dass Du wieder dabei bist, Jo! Ohne Thorsten (Urlaub) und Wenzel (wichtiges Spiel der Zweiten) gab auch unser Präsident und „hochmotivierte Motivator“ Normann sein Rückrundendebüt in der Ersten.

Um diese Motivation zu unterstreichen, fuhr Normann zum vereinbarten Startpunkt in Frohnau auch gleich mit seinem PS-starken Dodge Ram vor (neu in seinem Fuhrpark) – damit wir (gewissermaßen als Normanns „Dodgers“ die PS des Wagens sinnbildlich auch in unser Spiel an die Platten bringen! Ein guter Gedanke, lahmte doch unser Spiel vergangene Woche zur Prime-Time in Lichterfelde.

So fuhren wir auch nicht, sondern flogen eher über die A10 nach Kaulsdorf. Eintreffen in der Halle ca. 1 Stunde vor Spielbeginn – rekordverdächtig. Wunderbare Halle, niegelnagelneu – alles vom Feinsten. Vom Gegner oder einer Tischtennisplatte allerdings noch nichts zu sehen. Stattdessen Jugendtraining der Berlin Bullets (einer American Footballmannschaft). Wir, nunmehr gewissermaßen: Normanns „Rams“, schauten also erst einmal eine Weile dem Jugendtraining mit dem eirigen Ball zu.

Als unser Spiel dann begann, erfuhren die Pferdestärken in unserem Motivationsgetriebe allerdings gleich eine gehörige Vollbremsung. Denn die Materialwahl der Eintracht (Anti-Beläge, wohin man schaute) schaffte für das Spiel statt Motivation eher Frustration. Von den schönen Ballwechseln der vergangenen Woche bliebt zumindest in den Doppeln und im vorderen Paarkreuz nichts übrig. Bei diesem elenden Gestochere gingen wir dann aber dank zweier erkämpfter 5-Satz-Siege (1x Doppel, 1x Johannes) und zweier „etwas“ klarerer, dennoch nicht einfacher Siege ein wenig glücklich 4:0 in Führung. Bemerkenswert dabei waren v. a. Johannes‘ Steherqualitäten, als er die Nr. 1 der Eintracht in der Verlängerung des fünften Satzes mit einer Paarung aus Ruhe, Coolness, Auge und Können bezwang – bei einem Anti-Belag-Spieler mit guter Angriffsvorhand weiß Gott nicht einfach.

Hinten wurde es dann endlich ansehnlich, als Roland und Normann gegen die beiden Eintrachtspieler ohne Anti an den Tisch gingen. Roland sorgte souverän mit einer Klasseleistung für ein schnelles 5:0, Normann konnte seine Matchbälle im fünften Satz nicht nutzen (der Gegner wehrte sich frech mit Kantenbällen) und gab den ersten Punkt ab.

Vorne wurde es danach wieder unansehnlich. Der Sieg in der Partie der Spitzenbretter, die ein neutraler Zuschauer wohl kaum dem Tischtennissport zugeordnet hätte, besiegelte das 6:1 für uns und damit den Auswärtssieg. Durchatmen. Das furchtbare Anti-Blockspiel der Nummer zwei passte in dem bedeutungslosen zweiten Spiel im vorderen Paarkreuz leider nicht zu Johannes‘ Stärken, so dass er trotz eines starken zweiten Satzes seinem Gegner am Ende gratulieren musste. Roland und Normann hinten sorgten dann für einen versöhnlichen und stimmungsvollen Abschluss. Denn es wurde endlich wieder etwas geboten, was tatsächlich schönes Tischtennis war.

Am Ende ein sicher verdienter, in dieser Höhe aber vielleicht etwas glücklicher 8:2 Sieg. Tabellenführung verteidigt! Weil die Jungs von der Eintracht durch die Bank eine höchst humorvolle und sympathische Truppe waren, war es trotz des Gestocheres ein schöner Abend.

Normann, wir hoffen, Dein Dodge Ram bringt uns in zwei Wochen motivations- und PS-stark auch nach Düppel! Tradition fortsetzen!

Im Parallelspiel des Freitagabends verlor zudem völlig überraschend das Prime-Team aus Lichterfelde, die uns letzte Woche noch aus der Halle fegten, gegen die im Abstiegskampf steckenden Jungs vom SC Berlin. Damit gibt es am nächsten Freitag dann einen neuen High-Noon in der Frohnauer Halle, wenn wir zum neuen Spitzenspiel an eigenen Tischen das in der Tabelle jetzt vorgerückte Bergmann Borsig zu Gast haben, die von Beginn an zusammen mit den Füchsen als Aufstiegsaspirant schlechthin galten. In Frohnau zu sehen sein wird dann mit der Nummer 1 der Gäste ein wahrer Aufschlagkünstler und einer der absolut stärksten Spieler der Liga.

Verfasst von: Michael

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